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Motorradtouren

2010 Korsika

Dies ist nun der dritte Anlauf und dieses Jahr sollte es klappen. KORSIKA!! Korsika ist eine zum großen Teil aus Hochgebirge bestehende Insel im Mittelmeer und gehört zu Frankreich. Sie liegt westlich von Italien, auf der Höhe der Abruzzen, nördlich der italienischen Insel Sardinien und südöstlich des Mutterlandes. Nach Sizilien, Sardinien und Zypern ist Korsika die viertgrößte Mittelmeerinsel. Etwa 86 % der Insel sind Bergland und nur 14 % Küstentiefland. Korsika ist verhältnismässig dünn besiedelt. Von den 220 000 Einwohnern lebt fast die Hälfte in den zwei wichtigsten Städten Ajaccio und Bastia. Auf Korsika ragen 50 Zweitausender in den Himmel. Der höchste Berg ist der Monte Cinto mit 2706 m, der nur 24 km von der Westküste entfernt liegt. Ajaccio auf Korsika ist der Geburtsort Napoléon Bonapartes. Weitere Infos findet ihr auf www.korsika-entdecken.de


Freitag, nach der Abreit, fix Sachen auf das Motorrad schnallen und ab geht es in Richtung Süden. Unserer zentraler Treffpunkt ist dieses Jahr eine Jugenherberge bei Pirk im Vogtland. Da wir am Samstag ca. 700km bis zum Gardasee fahren wollen, heißt es zeitig aufstehen. Nach einem schnellen Frühstück geht es auf die BAB.

Am Gardasee angekommen, stehen diese Daten im Garmin 276c. Besonderen Respekt hat wieder unser Huskyfahrer verdient. Durch ihn konnten wir zwar nicht so sehr am Kabel ziehen, aber ab Österreich ging das eh nicht mehr.

Nachdem wir einen Zeltplatz gefunden hatten, (der geplante Zeltplatz hatte bereits seit 2007 geschlossen) die Zelte schnell aufgestellt und ein schönes kalten Anlegerbier getrunken hatten, war die Nacht auch schon ran. Es war ein schöner Abend direkt am Gardasee.

Für den nächsten Morgen stand ein Alarmstart auf dem Programm. Wir mussten 12:00 im Hafen von Livorno sein. Bis dahin waren es noch ca. 300km. Die Fähre haben wir rechtzeitig und günstig gebucht, doch wir brauchten noch die Tickets.

Pünktlich sind wir in Livorno am Hafen eingetroffen. Nach einer kurzen Suche nach dem Ticketbüro, haben wir unsere Internetbuchungen in die echten Tickets eingetauscht. Aber auch hier sollte man unbedingt alles kontrollieren!

Die Fähre haben wir bei der italenischen Corsica Ferries & Sardinia Ferries Gesellschaft gebucht. Hier kommt unsere Fähre (Sardinia Regina) in den Hafen von Livorno. Die Fähre ist 146,55 m lang, 20,88 m breit und hat 5,01 m Tiefgang. Es passen ca. 1700 Passagiere und ca. 400 Autos auf die Fähre nach Bastia.

Nach ca. 4Stunden Fahrt von Livorno nach Bastia, treffen wir ca. 17:30 auf Korsika ein. Jetzt beginnt der Urlaub und das Kurvenräubern auf der Insel. Korsika ist sehr beliebt bei Motorradfahrern und so fahren mit uns einige dutzend Biker von der Fähre.

Natürlich hat auch dieses Jahr Thorsten mit seiner Husky wieder die Tour geplant. Dadurch kommen wir wieder in den Genuss einige unbefestigte Wege zu einsamen Stränden zu fahren. Hier kurz nach der Ankunft, an der östlichen Küste.

Die ersten Kilometer auf Korsika zeigen uns das wir nicht mit der üblichen Durchschnittsgeschwindigkeit vorwärts kommen. Auf der Insel und den kleinen kurvenreichen Strassen kommen wir auf einen Schnitt von ca. 40Km/h in Fahrt. Durch die vielen Fotopausen, verringert sich der Gesamtschnitt nochmal extrem.

Der erste Morgen auf Korsika, der Campingplatz L´Isulottu liegt nur wenige Meter von der Westküste entfernt. Wir wollen baden gehen, doch leider ist die Brandung in der kleinen Bucht zu groß.

Unser Rastplatz liegt nicht weit vom Ort Centuri-Port entfernt. An diesem Tag wollen wir das Cap Corse umfahren. Im Hinterland wachsen Muskatellertrauben Muscat blanc à petits grains. Es werden aber auch gute Rot- und Roséweine unter dem Namen Patrimonio erzeugt.

Auf einer Kaimauer, in einem kleinen Ort der Westküste, wollen wir ein kleines Fotoshooting machen. In unserem Eifer haben wir die große Welle nicht gesehen. So bekamen wir und die Maschinen eine ordentliche Salzwasserduche. Dies war auch der Grund warum später einige Technik ausgefallen ist.

Nach der kleinen Dusche, ist die Husky wieder sauber. Thorsten freut sich, dass ist was die kleine Enduro braucht. Aber jetzt muss es wieder ins Gelände gehen.

Wir fahren weiter an der Küste entlang Richtung Saint-Florent (korsisch: San Fiorenzu). Sie wird ihres mediterranen Flairs wegen auch das korsische Saint-Tropez genannt. Die Küstenstraße schlängelt sich in unzähligen Kurven nach Saint-Florent.

Thorsten macht noch einen kleinen Abstecher in die Weinberge auf Korsika. Der Großteil des korsischen Weines wird von Winzergenossenschaften angebaut und verarbeitet, daneben existieren regional jedoch auch Einzelabfüller. Der Weinbau erfolgte in Korsika traditionell mit freistehenden Reben.

Unser zweiter Campingplatz auf Korsika ist der Campingplatz Kalliste in der Bucht von Saint Florent. So richtig kann ich mich noch nicht von der Sitzbank trennen. Hier trinken wir das erste Mal korsisches Bier. Pietra, das typisch korsische Bier, das zusätzlich mit Maronen (Castagna) gebraut wird ist ein sehr volles, charakterstarkes Bier. Von den Kastanien hat das Bier auch seine schöne, klare, hellbraune Farbe.

Auf dem Campingplatz entdecken wir eine Maschine von Gnome et Rhone. Dieser Motorradhersteller ist aus dem, im ersten Weltkrieg berühmt gewordenen Flugmotorenhersteller,Gnome et Rhone, hervorgegangen. Auch mit den wesentlich älteren Fahrzeugen kann man Korsika bereisen. Ob sich Thorsten in diese Maschine verliebt, bleibt sein Geheimnis.

Unser dritter Tag führt führt uns etwas ins Landesinnere der Insel. Wir fahren auf sehr kleinen Straßen, hier ist der Touristenverkehr nicht so stark wie an der Küstenstraße. Die verbreitetsten Pflanzen sind Lavendel, Ginster, Zistrose, Myrte und Baumheide. In den sehr heißen Sommermonaten vertrocknet die Vegetation meist gänzlich, sodass die Vegatation ein steppenhaftes Aussehen erreicht.

Die kleinen Straßen führen uns vorbei an Kakteen und Agaven. Die Vegetation auf Korsika ist besonders üppig. Die Macchie ist ein immergrüner Buschwald, der rund die Hälfte der Insel bedeckt. Thorsten mit seiner GS kommt beim Fahren schnell ins träumen.

Jenseits der großen Straßen trifft man auf das, was Korsika ausmacht: einsame Dörfer, raue Landschaften und streunende Kühe. Sie ernähren sich von dem, was sie finden. Die Schäden, die sie hinterlassen, sind zum Teil beachtlich.

Auch Wasserfälle gibt es auf Korsika. Diese sind doch stark von den Regenfällen abhängig. Im Gebirge ist der Niederschlag größer als an der Küste. Sommerliche Gewittergüsse lassen die Flüsse und damit auch die Wasserfälle nur kurz anschwellen.

Auf unserem Weg liegt Calvi eine Hafenstadt an der Nordwestküste von Korsika und Hauptort der Landschaft Balagne. Teile der französischen Fremdenlegion sind seit 1962 in Calvi stationiert. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Hafenpromenade mit viel Flair und genuesische Zitadelle aus dem 15. Jahrhundert. Wir trinken einen Kaffee und genießen das Flair der Stadt.

Wir fahren an der Westküste weiter über San Quilico nach Argentella. Hier beziehen wir Quartier auf dem Campingplatz La Morsetta. Dieser liegt direkt am Meer. Wir schlagen die Zelte direkt hinter der Düne auf, im Schatten von Eucalyptus und Kiefern. Winkel hat noch schnell französisches Baguettes besorgt.

Den 4. Abend lassen wir am Strand mit französischen Rotwein und französischen Baguettes ausklingen. Die Webseite des Campingplatzes ist: http://www.lamorsetta.net An diesem Tag sind wir ca. 157km über die Insel gefahren.

Der nächste Morgen lockt alle zum Meer. Die Bucht hat keinen Sandstrand, die Steine dieses wunderschönen Kiesstrandes sind glatt geschliffen. Dieser Strand ist ca. 1 Kilometer lang, die anschließenden Felsen laden wegen des kristallklaren Wassers zum Schnorcheln ein. An diesem Morgen sind die Wellen schon recht groß.

Nach einem guten französischen Frühstück machen wir uns wieder auf den Weg. Heute steht u.a. als Highlight das Ascotal auf dem Programm.

Die Straße an der Westküste lässt uns immer wieder stoppen um Fotos zu machen oder einfach nur die traumhafte Landschaft zu genießen. Die Höhenzüge der Westküste und der Abbruch wird vom Meer geformt. Sie ist stark gegliedert, häufig schmal und felsig. Zwischen den Ausläufern des Gebirges dringt das Meer weit in den Ufersaum ein, hier wechseln sich Golf und Cap ständig ab.

Der Col de Vergio ist mit ca. 1470 Meter die höchste Passstraße auf Korsika. Über den Pass führt die landschaftlich reizvolle Straßenverbindung von Porto ins Inselinnere, an der unter anderem die Spelunca-Schlucht, der Stausee von Calacuccia und die Scala di Santa Regina liegen.

Auf Korsika gibt es sehr viel zu entdecken. Hier Sedum caeruleum (Blauer Mauerpfeffer) der in steinigen Böden in Algerien, Tunesien, Malta, Corsica, Sizilien und Sardinien heimisch ist. Es ist eine sich stark verzweigende Zwergart mit rötlichen Blättern und unzählbaren himmelblauen Blüten - eine für die Gattung außergewöhnliche Farbe.

Die Europäische Gottesanbeterin ist die einzige in Mitteleuropa vorkommende Vertreterin der Ordnung der Fangschrecken. Weibchen können bis zu 75 mm lang werden, die Männchen sind deutlich kleiner und erreichen eine Länge bis zu 60 mm. Auffallend ist der verlängerte Halsschild und der große, dreieckige, sehr bewegliche Kopf.

Am nächsten Tag hat unser Chefplaner mal wieder einige Strecken ohne Asphalt eingebaut. Die Enduros wollen eben auch mal Spaß. In diesen einsamen Gegenden findet schnell Korsikas berüchtigten Tiere auf der Straße.

Während einer kleinen Pause kommen die Schweine aus dem Wald. Sicher haben sie "gedacht" wir machen uns was aus Schweinen. Naja, Schinken und Schnitzel vielleicht! :-) Später, erfahren wir von Radfahrern, das solche Schweine den VW Bus der Radler beschädigt haben. Jetzt betrachten wir die Tiere doch mit anderen Augen.

Auf dem Weg zum Ascotal kommen wir durch das malerische Tal des Flusses Golo. Er ist der längste Fluss auf Korsika. Hier ein Foto in der Schlucht Scala di Santa Regina. In dieser Gegend haben korsische Truppen im Jahr 1769 eine entscheidende Schlacht gegen die Franzosen verloren, was die vierzehnjährige korsische Republik endgültig beendete.

Im Ascotal springen wir in den sehr klaren Fluss. Da es sehr warm ist, bietet das kühle Nass eine willkommene kleine Abkühlung. Der Fluss Asco entspringt im Gebiet des Monte Cinto und im Zentrum der Insel, mündet der Asco in den Golo.

An diesem Tag haben wir die geplante Tour abgebrochen. Die geplanten 236km sind nicht zu schaffen. Schließlich haben wir Urlaub und Motorradfahren soll nicht in Arbeit ausarten. Wir schlagen unsere Zelte in Corte auf. Dies ist die einzige bedeutende Stadt im Inneren Korsikas.

Der Ort befindet sich auf einem Hochplateau in ca. 435 m Höhe. Die Mauren gründeten die Stadt, Kämpfe und Kriege um die Unabhängigkeit haben ihre Spuren in dieser Hochburg der Geschichte hinterlassen. Mit seinen Schluchten und Bergen hat Corte schon immer eine militärische Rolle gespielt. So liegt unser Campingplatz direkt unter der Zitadelle. Die Zitadelle von Corte ist die einzige größere militärische Festung im Landesinnern.

Corte mit seiner malerischen Altstadt ein touristischer Höhepunkt auf der Insel und hat seinen Charakter erhalten, mit seinen engen, steilen Gässchen zwischen den schiefer gedeckten Häusern. So besuchen wir am Abend die Altstadt und lassen uns vom Flair bezaubern.
(oder war es das Pietra?)

Auf dem Weg zu unserem letzten Campingplatz auf Korsika fahren wir auch den Nationalpark Korsikas. Der Regionalpark umschließt ein weiträumiges Gebiet im Inneren der Insel sowie einen Abschnitt der felsigen Westküste. Im Frühjahr blühen zahllose kleine Pflanzen auf den küstennahen Wiesen. Hier wachsen zwei Krokusarten, die beide auf Korsika und Sardinien beschränkt sind.

Wer durch das Innere von Korsika fährt, der vergisst schnell dasß er auf einer Insel im Mittelmeer ist. Das Landesinnere beeindruckt mit hochalpinen Gebirgslandschaften, schroffen Gipfeln, tiefen Schluchten, glasklaren Bergseen und saftig grünen Tälern, wilden Gebirgsbächen und dunklen Wäldern aus korsischen Schwarzkiefern.

Aber auch die vielen Autowracks gehören zur Korsika. Man findet sie häufig dort, wo es Steilküsten bzw. Klippen gibt. Viele der Berg und Küstenstraßen haben keine bzw. nur eine kleine Steinbegrenzung.

Während wir in Saint-Florent letztmalig auf der Insel die Zelte aufbauen, reitet Thorsten mit seiner Husky nochmals ins Gelände, auf der Suche nach einem Traumstrand. Näher ans Wasser geht wohl kaum. Sieht aus, als nimmt hier jemand Abschied. Sicher wird das nicht der letzte Besuch der Mittelmeerinsel gewesen sein.

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